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Viele Unternehmen in Deutschland ermöglichen es Ihnen, flexibel zu arbeiten, anstatt sich strikt an den normalen Arbeitstag zu halten. Dazu kann gehören: Wer in Deutschland weniger als 30 Stunden pro Woche arbeitet, gilt als Teilzeitbeschäftigter. Sobald Sie sechs Monate in Ihrem Unternehmen waren, haben Sie das Recht, eine Verkürzung Ihrer wöchentlichen Arbeitszeit zu beantragen (solange das Unternehmen mehr als 15 Mitarbeiter beschäftigt). Dies führt zu der entscheidenden Rolle der Unternehmen bei der Erklärung der Rolle atypischer Beschäftigungsarten und Faktoren im Zusammenhang mit strukturellen Verschiebungen der Arbeitskräftenachfrage auf der Grundlage von Qualifikationen, Technologie und Strukturwandel. Man kann argumentieren, daß die Unternehmen immer versuchen werden, die flexibelste verfügbare Beschäftigungsoption und den niedrigsten Lohn für die Beschäftigung von Arbeitnehmern zu nutzen, abhängig von der Nachfrage und dem Angebot an Arbeitskräften mit dem erforderlichen Qualifikationsprofil (Osterman 1987). Daher machen Unternehmen, die Entscheidungen bei der Einstellung von Arbeitskräften treffen, einen starken Unterschied in der tatsächlichen Relevanz atypischer und gering bezahlter Arbeit. Langfristig orientierte Standardverträge werden in Berufen, in denen eine lange Anstellung als notwendige Voraussetzung für eine produktive Beschäftigung aufgrund von Qualifikationsanforderungen und Fachwissen angesehen wird, d. h. in Berufen, die nicht leicht austauschbar sind, widerstandsfähiger sein. Während die Gesamtbeschäftigung zunahm, ergibt sich ein gemischtes Bild der Entwicklung auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Dies kann eingehender analysiert werden, indem verschiedene Formen der Standardbeschäftigung und der atypischen Arbeit untersucht werden. Zunächst ist festzustellen, dass in Deutschland, und im Gegensatz zur allgemeinen Wahrnehmung einer weit verbreiteten “prekären” Beschäftigung, die Zahl der Standardarbeitsverträge Anfang der 2000er Jahre zurückgegangen ist und sich erst in den letzten Jahren wieder stabilisiert hat. Sie liegt nur noch knapp unter dem Niveau von Mitte der 90er Jahre.

Gleichzeitig verzeichnete Deutschland insbesondere anfang der 2000er Jahre einen Anstieg der Zahl der verschiedenen Arten von atypischen Beschäftigungsverhältnissen sowie einen stetigen Rückgang der Nichterwerbstätigkeit (siehe Abb. 3). Parallel dazu ging die Arbeitslosigkeit seit 2005 dramatisch zurück, selbst während des Krisenzeitraums 2008/09. In absoluten Zahlen liegt die Arbeitslosigkeit in Deutschland heute unter 3 Millionen, nach einem Rekordwert von 5 Millionen Anfang 2005. Die standardisierte Arbeitslosigkeit lag seit 2011 bei weniger als 6 % der Erwerbsbevölkerung, derzeit eine der niedrigsten Raten in Europa (siehe Abb. 2). Das bedeutet auch, dass der massive und scheinbar anhaltende Anstieg der Arbeitslosigkeit Mitte der 90er und Anfang der 2000er Jahre rückgängig gemacht werden könnte. Über beschreibende Beweise hinaus hat eine vielzahl neuerer Forschungsergebnisse sowohl Lohnunterschiede als auch Übergangswahrscheinlichkeiten zwischen atypischen und standardbeschäftigten Arten analysiert. Was die Lohnunterschiede von Festberufigen betrifft, so zeigt eine aktuelle Studie, dass bei der Kontrolle der persönlichen Merkmale und der beruflichen und unternehmensspezifischen Auswirkungen ein Lohngefälle von etwa 10 % auf die Art des Vertrags zurückzuführen ist (Pfeifer 2012). Bei den Leiharbeitnehmern, die die Kontrolle nach individuellen Merkmalen, besteht ein erhebliches Rohlohngefälle, das sich aus Tarifverträgen von Leih- und Anwenderfirmen, Aufgaben, Qualifikationen und Erfahrungen in Höhe von etwa 40–50 % ergibt (Baumgarten et al.

2012). Unter Kontrolle der sozioökonomischen Merkmale der Arbeitnehmer und der Beschäftigungsmerkmale wurde das korrigierte Lohngefälle in der Vergangenheit auf rund 32 % geschätzt (Jahn 2010); Unter Berücksichtigung von Betriebszugehörigkeit und Berufserfahrung wurde sie jedoch für Vollzeitarbeitskräfte auf etwa 15 bis 22 % geschätzt (Lehmer und Ziegler 2011). Teilzeitarbeit ist auch durch ein Lohngefälle nach Korrektur der Arbeitnehmer- und Arbeitsmerkmale gekennzeichnet (Wolf 2010). Darüber hinaus gibt es Hinweise darauf, dass geringfügige Teilzeitbeschäftigte deutlich niedrigere Bruttostundenlöhne erhalten als andere Teilzeitbeschäftigte (Voss und Weinkopf 2012).

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