Aktueller tarifvertrag ig metall nrw

Vergangene Woche hat die IG Metall in Nordrhein-Westfalen einen Tarifvertrag unterzeichnet, der den am 31. März auslaufenden Tarifvertrag ohne Lohnerhöhungen bis zum Jahresende verlängert. Darüber hinaus enthält es Vorschriften, die es Unternehmen ermöglichen, Arbeitnehmer mit 80 Prozent ihres Grundgehalts zu 80 Prozent ihres Grundgehalts zu beauftragen. Wie bei solchen Pilotverträgen üblich, hat der IG-Metall-Vorstand empfohlen, ihn bundesweit zu verabschieden und auf andere Bereiche auszudehnen. Ähnliche Regelungen strebt die IG Metall “kurzfristig auch in anderen Branchen” an, heißt es auf ihrer Website. Der Lohnstopp soll also für die gesamte Wirtschaft gelten. Auch die Rentner, deren Renten jährlich an die Lohnentwicklung angepasst werden, werden die Folgen im nächsten Jahr zu spüren bekommen. Es zeichnen sich enorme Klassenkonflikte ab. Das ist der tiefere Grund für die Solidarität der IG Metall mit den Konzernen und der Regierung.

Bereits im Januar hatte sie den Autokonzernen ein “Moratorium für einen fairen Übergang” angeboten. Dies war ein Stillhalteabkommen, dessen wichtigste Aufgabe darin besteht, jeglichen Widerstand gegen Massenentlassungen in der Automobilindustrie zu ersticken, wie wir damals schrieben. Die Gewerkschaft befürchtete, dass sich – wie in Frankreich und anderen Ländern – heftige Klassenkämpfe in Deutschland entwickeln würden und sie um jeden Preis verhindern wollten. Die neue Vereinbarung der Metall- und Elektroindustrie in Baden-Württemberg, die als Pilotvereinbarung für andere Tarifrunden in Deutschland gelten soll, ist ein positives politisches Signal für die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Es zeigt, dass wir die Krisenzeit beenden und dass die Arbeitnehmer für ihre Rechte für einen fairen Anteil an der Erholung eintreten. Die Vereinbarung zeigt auch, dass die “Flexibilität” am Arbeitsplatz nicht nur von den Arbeitgebern, sondern auch von den Arbeitnehmern festgelegt werden sollte. Es gibt drei Hauptausleinen aus der Vereinbarung, die sich auf Löhne, Arbeitszeit und den so genannten Tariflohnzuschlag beziehen. Der Pilotvertrag der IG Metall setzt die seit Jahrzehnten stattfindende gesellschaftliche Umverteilung von unten bis an die Spitze der Gesellschaft fort. Die Machthaber nutzen jede Gelegenheit, um selbst von der größten Krise zu profitieren.

Nachdem die herrschende Klasse den Gesundheitssektor auf den Boden der Erde geschnitten und Milliarden durch ihre Privatisierung verdient hat, soll die Bevölkerung nun für die Coronavirus-Krise bezahlen – mit ihren Arbeitsplätzen, Löhnen, sozialen Errungenschaften, Gesundheit und Leben. Arbeitszeit• Ab 2019 ein Recht für alle Vollzeitbeschäftigten mit mehr als 2 Jahren Betriebszugehörigkeit, ihre Wochenarbeitszeit für 6 bis 24 Monate auf 28 Stunden zu reduzieren. Nach Ablauf dieses Zeitraums haben die Arbeitskräfte das Recht, den Vorgang zu wiederholen. • Die vorübergehend reduzierte (28 Stunden) Wochenarbeitszeit wird auf 10 % der Erwerbsbevölkerung begrenzt. Beantragen mehr als 10 % der Arbeitnehmer eine Verkürzung der Arbeitszeit, Vorrang haben dann diejenigen, die Schichtarbeit, Pflege von Angehörigen oder kleinkinderfürsorge (bis 8 Jahre) leisten.• Die Arbeitgeber haben auch die Möglichkeit, Arbeitnehmer mit 40-Stunden-Verträgen zu beschäftigen (derzeit auf 18 %/13 % aller Verträge je nach Tarifregion festgelegt), aber die Betriebsräte werden mehr und stärkere Widerspruchsrechte haben, wenn die durchschnittliche Wochenarbeitszeit von durchschnittlich 35,9 Wochenstunden über alle Arbeitnehmer hinausgeht.

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